Rosenkongress 2023 in Potsdam

Zimmerbuchungen jetzt möglich

Bis zum 28.04.2023 haben wir ein Zimmerkontingent für Sie reserviert. Unter dem Stichwort: „ABK - Rosenkongress“ sind diese Zimmer ab sofort abrufbar. Bitte geben Sie das Stichwort bei Ihrer Buchung an. Das Mercure Hotel erreichen Sie unter der Telefonnummer 0331/ 272 321 oder per E-Mail: info@mercurehotel-potsdam.de

Zimmerkategorie    Donnerstag 01.06.     Freitag/02.06.    Samstag/03.06. auf Sonntag
Einzelzimmer             109,00 €                        139,00 €                       139,00 €
Doppelzimmer           129,00 €                        159,00 €                        159,00 €

Die Übernachtungspreise verstehen sich pro Zimmer, pro Nacht, inklusive Bedienungsgeld, der jeweils geltenden Umsatzsteuer und kommunalen Zusatzabgabe bzw. -steuern. Das Frühstücksbuffet ist im Zimmerpreis enthalten und wird mit 5,60 € ausgewiesen.

Auch möchten wir schon einen kleinen Ausblick zum Programm geben. Am Donnerstagabend werden wir auf der Terrasse alle Teilnehmer und Gäste in Empfang nehmen. In alter Tradition gibt es anschließend im Saal einen Festvortrag mit Klaus Körber und weiteren Gästen. Der Freitag ist mit Ausflügen zur Pfaueninsel und zum Foerster Garten geplant und ein lauschiger Spaziergang auf der Freundschaftsinsel am Abend. Am Samstag findet unsere Mitgliederversammlung im Hotel Mercure statt. Natürlich ist auch das Schloss und der Park Sanssouci im Programm, wie ebenso noch andere besondere Highlights. Das genaue Programm erscheint im Rosenbogen 1/2023.

 

Der diesjährige Rosenkongress in Überlingen

Am 23. Juni wurde der Deutsche Rosenkongress 2022 mit 125 Teilnehmern offiziell im Neuen Uferpark auf den Terrassen der gerade eröffneten Gastronomie Uferpark (Bahnhofstr. 57) auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau mit einem Stehempfang mit Sekt und Canapés eröffnet. Die Rosenbegeisterten lernten das renaturierte Bodenseeufer beim Spaziergang kennen und trafen gegen 19:00 Uhr nach und nach an den bis zum Seeufer aufgestellten Tischen zu kühlen Erfrischungsgetränken ein.

Die Präsidentin der Deutschen Rosengesellschaft e.V. (mit Sitz in Baden-Baden), Frau Dr. Renate Neumann-Schäfer, die seit über 20 Jahren in Überlingen wohnt, begrüßte die Gäste und den Oberbürgermeister der Stadt Überlingen, Herrn Jan Zeitler, der den Deutschen Rosenkongress 2022 offiziell eröffnete und von zwei Damen in der traditionellen Überlinger Tracht begleitet wurde. Mit leichter Verspätung traf der Vizepräsident der Deutschen Rosengesellschaft e.V., Herr Dipl. Ing. (Agr.) Klaus Körber, von der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim ein, der die Weglänge zur neuen Gastronomie unterschätzt hatte. Der fröhliche Abend mit vielen Gesprächen wurde um 21:00 Uhr bei aufziehenden schwarzen Gewitterwolken und aufkommenden Windenböen beendet.

Freitag

Am Folgetag waren die Rosenfreundinnen und -freunde auf dem Überlinger Gartenkulturpfad, in der Altstadt und im Münster unterwegs. Sie bestaunten dabei besonders das neue Kakteenhaus mit Erklärungen der Freundeskreisleiterin Bodensee; Frau Helen Vogler, sowie den unter Denkmalschutzauflagen restaurierten Rosengarten, für deren neue Rosenbepflanzung im Jahr 2019 die Bodensee Rosenfreunde fachkundige Ratgeber waren. 

Parallel tagten die Freundeskreisleitungen und die Beiräte der Deutschen Rosengesellschaft e.V. im Evangelischen Dekanat, Graben Str. 2, und dankten Frau Dekanin Regine Klusmann für die Bereitstellung der Tagungsräume im Parterre des Evangelischen Dekanates mit der 'Lutherrose' auf Hochstamm für den Dekanatsgarten. Am Abend ging es mit dem Apfelzügle am Hof Neuhaus in die Apfel- und Obstplantagen ins Überlinger Umland.

Samstag

Per Schiff reisten am Samstag, den 25.6., die Rosenkongress-Teilnehmer von Überlingen auf die Insel Mainau zur Mitgliederversammlung 2022 der Deutschen Rosenfreunde e.V. in die Comturey. Graf Björn stimmte mit seinem Grußwort und heiteren Geschichten zu seinen ersten Rosenerlebnissen mit seiner Mutter Gräfin Sonja die Teilnehmer auf eine kurzweilige und harmonische Jahresversammlung 2022 ein. 

 



Gekrönt wurde der Mainau-Tag mit der Rosentaufe einer Edelrose aus dem Rosenzüchterhaus W. Kordes’ Söhne von Gräfin Diana auf den Namen ‘Better Times’, die auch beim Concours International de la Rose Nouvelle de Nyon/Schweiz sowie beim Rosenneuheitenwettbewerb in Baden-Baden jeweils mit einer Goldmedaille in der Klasse der Edelrosen ausgezeichnet wurde.

„Better Times“ waren es für die Teilnehmer des Rosenkongresses 2022, die die harmonische und stets heitere Stimmung bei allen Veranstaltungen in Überlingen und in der wunderbaren Bodensee-Region sehr schätzten und mit vielen Worten des Dankes schließlich Abschied von Überlingen im Linzgau nahmen. 

Aber nach dem Rosenkongress ist vor dem Rosenkongress: Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim Deutschen Rosenkongress 2023 in Potsdam, den unser Beirat Thomas Marschall in seiner Zweitfunktion Rosenfreundeskreisleiter Berlin organisatorisch tatkräftig unterstützen wird. Der Rosenkongress 2023 findet vom 1. bis 4. Juni statt.

Bleiben Sie bis dahin gesund und zuversichtlich.

Dr. Renate Neumann-Schäfer
Präsidentin der Deutschen Rosengesellschaft e.V.

 

 

Rückmeldung zum Rosenkongress in Überlingen

Unser Mitglied Claudia Hacker war so vom Rosenkongress begeistert, dass Sie spontan einen Artikel zur Kartause Ittingen schrieb. 

Wir bedanken uns sehr bei Frau Hacker und wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen. 

Die Rosengärten in der Kartause Ittingen

Ein Programmpunkt beim diesjährigen Deutschen Rosenkongress war der Besuch der Kartause Ittingen in der Schweiz am 27. Juni 2022. Zu diesem späten Zeitpunkt waren die Wild- und Historischen Rosen alle verblüht. 
Trotzdem konnten wir uns die überreiche Fülle von Rosenblüten vorstellen. 

Zur Geschichte der Kartause Ittingen:

Um 1150 wurde in Ittingen ein Augustinerchorherrenstift gegründet. Der Kartäuserorden erwarb um 1461 das verarmte Stift und gründete an dessen Stelle eine Kartause. Das 18. Jahrhundert war die geistige und wirtschaftliche Blütezeit der Kartäusermönche.

Im Jahr 1848 (Säkularisation) mussten die Mönche die Kartause verlassen. Ab 1856 stand die gesamte Anlage im Besitz der Familie Fehr im Thurgau, die sie über weitere 100 Jahre bewirtschaftete mit Landwirtschaft und Weinbau.

1977 erwarb die „Stiftung Kartause Ittingen“ den ehemaligen Klosterkomplex und begann mit der Restaurierung der Gebäude. Ab 1983 ist die Kartause Ittingen ein Kultur- und Bildungszentrum.

In der Gesamtplanung der Restaurierung wurden auch die Gärten einbezogen. Ein glücklicher Zufall für die Stiftung waren die Rosenfreunde Winterthur, die mit viel Begeisterung die Gärten etappenweise mit Rosen bepflanzten und diese auch pflegten. 
Einen großen Beitrag verdankte man dem Wissen und dem Einsatz von der Rosenexpertin Frau Elisabeth Oberle, ich habe sie vor ein paar Jahren persönlich kennengelernt. Ich erinnere mich noch gut an ihre Worte in einem anderen Garten, warum z.B. eine Rosa x richardii (Rosa sancta) an einen Weg zu einer Kapelle passt. Hier in der Klause Ittingen fand ich ein Schild mit der Rosa sancta im Garten der Stille, das wirkt auf mich sehr beeindruckend.

Für die Rosenanlagen entwickelte man ein fantastisches Konzept.
(Aus der Ittinger Schriftenreihe „Die Rosen der Kartause Ittingen“ von Elisabeth Oberle/Margit Früh):
Die Auswahl von Wildrosen und Alten Rosen sollte die geschichtliche Entwicklung mit jener der Rosen in den großen Linien in eine zeitliche Parallele setzen. So können Spuren von Rosa gallica, Rosa x damascena und Rosa x Alba bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden. Sie waren bei der Gründung des Augustinerchorherrenstiftes und der Kartause Ittingen bereits bekannt, auch unsere einheimischen Wildrosen Rosa arvensis und Rosa canina.

Zur Zeit der Prioren Leonhard Janny und Bruno Müller existierten schon Rosa moschata, Rosa rubiginosa und Rosa majalis. Ende des 16. Jahrhunderts entstand zudem Rosa centifolia, die Moosrose Rosa centifolia muscosa Ende des 17. Jahrhunderts.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden aus dem fernen Osten die ersten chinesischen Gartenrosen nach Holland gebracht. Dieses für die Rosenzucht bedeutende Ereignis fällt in die Blütezeit der Mönchsgemeinde in der Kartause Ittingen. 

Bourbon-, Portland- und Noisetterosen entstanden im 19. Jahrhundert, also in der Zeit der Säkularisierung. Die Remontant-Rosen führen über in die Zeit der modernen Gartenrosen.

Weil die verschiedenen Gartenbereiche zum Teil weit auseinander liegen, hat man versucht, mit Pflanzen eine Verbindung herzustellen. So trifft man des Öfteren die Kletterrose New Dawn und die Kleinstrauchrose Fairy, Päonien und Buchsreihen.

In der Kartause Ittingen blühen jeden Sommer 730 Wild-, Strauch- und Kletterrosen in 230 verschiedenen Arten und Sorten. Die Rosenblüte beginnt bereits im Mai.
Zwischen die Alten Rosen wurden öfterblühende Strauch- und Kletterrosen gepflanzt, um auch in den späteren Monaten einen Herbstflor zu erreichen. 

Meine Begeisterung für die Rosenanlagen in der Kartause Ittingen ist unbeschreiblich groß. Ich werde sicherlich die Rosengärten noch einmal besuchen, aber dann zu einem früheren Zeitpunkt.

Claudia Hacker